Sind alli mini Buebe doo?!

Geschichte:

Seit wann der Brauch jeweils am am Fasnachtsdienstag praktiziert wird, lässt sich nicht mehr eruieren. Zurückgehen soll das Kinderfest auf die Belagerung und Brandschatzung von Rapperswil am 24. Februar 1350 durch Rudolf Brun, als mitleidige und wahrscheinlich die wohlhabenden Stadtbürger den hungrigen Kindern armer Mitbürger Nahrungsmittel aus den Fenstern ihrer Häuser gereicht haben sollen.

Ablauf:

Während die Mitglieder des Stadtrates von Rapperswil (auch seit der Fusion der beiden Stadtteile) das traditionelle „Herrenessen“ im Rathaus mit Ehrengästen und Kabarettprogramm veranstalten, versammeln sich üblicherweise ab 14.00 Uhr hunderte von Kindern jeglichen Alters, meist mit ihren Eltern, auf dem Hauptplatz vor dem Rathaus zur „Austeilete“. Exakt um 15.15 Uhr gemäss „Zytturm“ des Schlosses, öffnen sich die Fenster des Ratssaals und eine Fanfare ertönt. Auf die Frage: „Sind alli mini Buebe doo?“, ertönt die vielstimmige Antwort: „Joo! Eis - zwei - Geissebei!“, und die Ratsmitlieder werfen Cervelats, Bürli und Biberli aus den Saalfenstern hinunter zu den Kindern auf dem Hauptplatz. Während dessen fordern die Ratsleute die Kinder mit 'lockenden' Gesten und Schwenken der Würste während rund einer halben Stunde auf, ihre Rufe zu wiederholen. Je lauter der Ruf erschallt, desto mehr Leckerli werfen die Ratsleute den Kindern zu, zuweilen sehr gezielt den andauerndsten Rufern ganze Ketten von Würsten, grössere Mengen von Bürli und Biberli.

Eine weitere Rolle spielt ein von der Schellegoggi Zunft Rapperswil gestifteter, überdimensionaler Lebkuchen, welcher mittels einer Seilwinde am Dachfirst des Rathauses befestigt ist und langsam herabgelassen und wieder hinaufgezogen wird, bis die Geschicktesten der Versammelten diesen in kleinen und grösseren Stücken heruntergerissen haben.

Öffnungszeiten Geissebei ( 14:00 - 00:00 Uhr )
Fasnachtsbar 14:00 - 00:00 Uhr
"Austeilete" 15:15 Uhr